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Einführung in die Therapie Schritt-für-Schritt-Anleitung
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Kartierungsanleitung und Körperkarte

Kartierungs-DVD von Dr. St. Amand

Es ist möglich, hier eine DVD mit u.a. der Kartierungsamleitung (nur auf Englisch) von Dr. St. Amand zu erwerben. Die Kartierung wid von Minute 58 bis 75 erläutert.
In diesem Video erklärt eine hawaiianische Kartiererin die Kartierung.

Kartierungsanleitung

Als "Kartierung" wird in Deutschland das oberflächliche Abtasten des Körpers bezeichnet. Der Kartierer übt nur sanften Druck aus und streicht über die verschiedenen Körperregionen. Schwellungen und Verhärtungen trägt er in eine Körperkarte ein. Hierbei sind die vom Kartierten subjektiv als besonders schmerzhaft empfundenen Stellen irrelevant.

Dr. St. Amand nutzt die Kartierung, um Fortschritte oder Stillstand im Therapiefortschritt erkennen zu können. Er hat die Erfahrung gemacht, dass der linke Oberschenkel meist besonders von Schwellungen und Verhärtungen betroffen ist. Nach einem Monat mit richtiger Dosis sollte der linke Oberschenkel vollständig "gereinigt" sein.

Als Betroffener können Sie diese Anleitung Ihrem Manualtherapuethen, Osteopathen, Physiotherapeuthen etc. geben, und ihn bitten, bei Ihnen eine Kartierung durchzuführen. Eine Kartierung sollte zu Beginn der Therapie regelmäßiger durchgeführt werden, später nur noch jedes halbe Jahr bis Jahr, um auch weiterhin den Therapiefortschritt überprüfen zu können.

Allgemeine Hinweise

Die Kraft, die während des Abtastens nach Unebenheiten, Abnormalitäten, Beulen, Knoten, Verhärtungen, Verdickungen oder Schwellungen aufgewendet wird, sollte so sanft sein wie bei einer Wellness-Massage.
 
Auf Muskeln sollte nur sanfter Druck aufgewendet werden. Die Bewegung sollte mit der flachen Hand ausgeführt werden als würden Sie bügeln.

Bei Sehnen und Bändern sollte eine rollende Bewegung ausgeführt werden, ähnlich einer Bindegewebsmassage nur viel zarter. Die Finger umfassen dabei sanft das zu ertastende Gewebe und rollen vor und zurück, als würden Sie mit geschlossenen Augen die Breite eines Seiles ertasten wollen.

Der Patient sitzt am Ende einer Liege oder eines Tisches, die Beine hängen locker herab

  • Halsmuskeln beginnend am Kiefergelenk bis zum Schlüsselbein (Musculus sternocleidomastoideus)
  • Wangenmuskulatur unter dem Wangenknochen
  • Seitliche Nackenmuskulatur beginnend am Kiefergelenk bis zur Schulter (Trapezmuskel in der Beuge zwischen Hals und Schulter ist meist betroffen, oft links stärker als rechts)

Der Patient beugt leicht den Kopf

  • Hintere Nackenmuskulatur beginnend beim Atlas bis hin zu den Schultern (Trapezmuskel)
  • Oberseite der Schultern: Trapez, Kopfwender (Musculus sternocleidomastoideus) bis zum Deltamuskel (meist links stärker betroffen als rechts)
  • Bizeps und Deltamuskel der Schultern, Bizeps der Oberarme

Der Patient macht die Schultern rund

  • Wirbelsäule entlang der Trapezmuskeln bis zur Höhe des unteren Randes der Schulterblätter (linke Seite häufig stärker betroffen als rechte)
  • Lendenmuskulatur an der Wirbelsäule entlang bis zum Kreuzbein
  • Mit den Handflächen die Seiten des unteren Rückens
  • Vom Kreuzbein zum Lendendreieck (trigonum lumbale);  hier finden sich oft Spasmen im unteren Lendenbereich. Die dadurch verursachten Schmerzen ziehen bis ins Bein hinab.

Abtasten der Arme

Der Kartierer stellt sich vor den Patienten und zieht jeweils den abzutastenden Arm zu sich
  • Vordere Oberarmmuskulatur beginnend beim Deltamuskel bis zum Biszeps
  • Hintere Oberarmmuskulatur beginnend beim Trizeps bis zur Ellenbogeninnenseite
  • Ellbogenmuskulatur außen und innen
  • An der äußeren Ellenbogenmuskulatur außen kann man häufig Schwellungen fühlen (meistens rechts stärker)
  • Vordere und hintere Unterarmmuskulatur bis zur Hand gleichzeitig mit beiden Händen abstasten
  • Daumenhügel

Abtasten der Beine

Der Kartierer setzt sich vor den Patienten und stellt jeweils einen Fuß des Patienten auf den eigenen Oberschenkel
 
Anmerkung: Die hintere Wadenmuskulatur wird oftmals durch einen Nerv berührungsempfindlich und schmerzhaft. Es werden jedoch keine schmerzhaften Stellen, sondern nur fühlbare Schwellungen kartiert!
  • Beginnend beim Knie: Die Ansätze der Muskulatur
  • Seitliche Wadenmuskulatur bis zum Fuß (rechts häufiger betroffen)
  • Hintere Wadenmuskulatur bis zum Fuß
  • Schienbeinmuskulatur bis zum Fuß
 Die Sehnen sind in diesem Bereich häufig geschwollen.
 
  • Alle Bänder/Sehnen beginnend vom Knie an den Außen- und Innenseiten der Unterschenkel bis zum Fuß; Bänder zum inneren Knöchel, Bänder zum äußeren Knöchel, oberer Fuß bis zu den Zehengelenken, Sehne in der Sohle des Fußes

Der Patient legt sich auf den Rücken

  • Das Leistenband von der Hüfte bis zum Schambein (rollende Bewegungen, hier sind oft nur teilweise geschwollene Bereiche zu finden)
  • Unterbauchmuskulatur, die das das Leistenband beeinflusst
  • Mit den Handflächen die Oberschenkelmuskulatur abtasten (Vastus lateralis und Rectus femoris)
Hier sollte vom Kartierer nun mehr Druck aufgewandt werden. Nahezu immer lassen sich die Schwellungen am linken Bein finden, am rechten eher seltener. Hier finden sich große Stellen voller Spasmen, der Vastus lateralis ist häufig einer der am meisten verhärteten Stellen des Körpers.

Anmerkung: Bei Einname der individuell richtigen Dosis an Guaifenesin reinigt sich der linke Oberschenkel laut Dr. St. Amand innerhalb von 4 Wochen. Somit ist der linke Oberschenkel ein wichtiger Indikator für das Anschlagen der Therapie. In Sonderfällen kann auch der rechte Oberschenkel betroffen sein, dann ist dieser der Indikator für den Therpiefortschritt.
  • Das Bein anheben und die hintere Oberschenkelmuskulatur abfahren (die Schwellungen befinden sich meist links)
  • Bänder in den Kniekehlen abtasten (hier finden sich die Schwellungen meist rechts, seltener links)
 
Der Patient legt sich bequem auf die Seite und winkelt das obere Bein leicht an. Nun wird das obere Bein abgetastet.
  • Beginnend an den Ansätzen des Vastus lateralis (Höhe Hüftgelenk) zu den hinteren seitlichen Oberschenkelmuskel und die Gesäßbacke über den Ischias

Meist sind beide Körperseiten betroffen und diese Gebiete fast ausnahmeslos geschwollen.

Die Patienten klagen aber erfahrungsgemäß häufiger über Schmerzen in der rechten Seite.

Bei der Untersuchung des linken Beines kann meist beim Muskelansatz des Vastus lateralis (ca. 10 cm dem Muskelverlauf folgend) eine Schwellung/Spasmus festgestellt werden. Dies ist eine der schmerzhaftesten Stellen überhaupt.
 
Häufig finden sich lange, gerade Schwellungen. Meist ist es nur eine einzige, durchgehend am äußeren Oberschenkel, und ein, zwei oder drei große, ebene Schwellungen auf dem Rectus femoris entlang der Vorderseite.
 
Der linke Oberschenkel ist fast immer betroffen, der rechte seltener. Gewöhnlich ist es der untere Teil des vorderen Oberschenkels.


Die Kartierung ist nun beendet.

Hinweise zur Kartierung

Nach Abschluss der Kartierung wird, sofern es nicht die erste Kartierung war, die Körperkarte mit der vorhergehenden verglichen, um Fortschritte oder einen Therapiestillstand erkennen zu können.
 
Bei Zunahme von Knoten, Spasmen oder Verdickungen war der Patient vermutlich durch Salicylate blockiert. So konnten sich wieder neue Depots einlagern.
 
Auch eine zu niedrige Dosierung kann dafür verantwortlich sein. Das kann z.B. dann passieren, wenn das Pulver durch zu lange Lagerung (ohne Kapseln) an Wirkung verloren hat oder wenn Sie Ihre Dosis zu stark gesenkt haben.

Die Schwellungen sollten mit der Zeit abnehmen und weicher und mobiler werden. Einige der größeren Gebiete, wie die an der Hüfte und oben auf den Schultern, teilen sich häufig zunächst in mehrere kleinere Gebiete auf bevor sie ganz verschwinden
Die Inhalte dieser Seite basieren auf folgenden Quellen: