Kontakt     Über dieses Portal     Hinweise und Datenschutz     Impressum     Sitemap    

Einführung in die Therapie Schritt-für-Schritt-Anleitung
lchf-gesund.de - Das neue Portal für Low Carb High Fat-Ernährung mit vielen Tipps, Informationen, News und Rezepten - Jetzt entdecken!

Guaifenesin hat mir, wie so vielen Anwendern vor mir, mein Leben zurückgegeben.“

Mira Peluna (42), Bamberg (Deutschland) nach 19 Monaten Therapie
Meine Name ist Mira Peluna, ich bin 42 Jahre alt, Diplom-Pädagogin, wohne in Bamberg und habe seit meiner Kindheit das Fibromyalgie-Syndrom. Vor der Guaifensin-Therapie fühlte ich mich schwerkrank. Nach eineinhalb Jahren Guaifenesin-Therapie geht es mir wieder so gut, dass ich mich die meiste Zeit nicht mehr als kranker Mensch bezeichnen würde.

Fibromyalgie in der Kindheit

Es ist sehr schwer, sich zu erinnern, ob und welche Fibromyalgie-Symptome man bereits als Kind hatte. Ich kann auf einige Symptome eher rückwirkend schließen, als dass ich mich daran erinnern könnte. So hatte ich den Ruf, sehr empfindlich zu sein. Vielleicht quälten mich damals schon Körperschmerzen, Geruchs- und Geräuschempfindlichkeit oder Kopfschmerzen? Ich weiß, dass ich bereits als kleines Kind mit der Haut und der sogenannten Nesselsucht Schwierigkeiten hatte. Mir wurde auch erzählt, dass ich als Säugling auf eine Penicillin-Behandlung mit einem Ganzkörperausschlag reagierte. Mit ca. acht Jahren wurden mir wegen chronischen Atemwegsbeschwerden die Polypen entfernt. Ich kann mich erinnern, dass ich bereits als Kind diesen "komischen" Nebel im Kopf hatte. Oftmals fühlte ich mich dadurch wie von der Außenwelt abgetrennt. Unter einer sehr ausgeprägten Ängstlichkeit und Phasen von depressiven Verstimmungen litt ich ebenfalls bereits als Kleinkind. Die erste sichtbare Nahrungsmittelunverträglichkeit war die Laktoseintoleranz. Als Kind hatte ich eine starke Abneigung gegen Milch. Dass meine schlechten Zähne ebenfalls mit der Fibromyalgie-Problematik und dem damit einhergehenden Vitalstoffmangel zusammenhingen, weiß ich erst heute.


Fibromyalgie im Jugendalter

Mit zwölf Jahren kamen dann die ersten schweren Migräneanfälle mit Aura dazu. Neben den Migräneanfällen, die neben den Schmerzen mit Sprach-, Empfindungs- und Sehstörungen und Panikanfällen, die bis hin zur Todesangst gingen, hatte ich phasenweise Dauerkopfschmerzen. An manchen Tagen konnte ich mich bereits als Jugendliche wegen der klopfenden, ziehenden oder brennenden Kopfschmerzen nur gebückt mit eingezogenen Kopf und hochgezogenen Schultern bewegen. 
Das Prämenstruelle Syndrom (PMS) mit krampfartigen Schmerzen am Anfang, Kopfweh vor und Schwitzen in den Tagen vor, während und nach der Periode begann mit den ersten richtigen Blutungen.

Neben den bereits oben dargestellten Symptomen prägten Gereiztheit, schulische Leistungsschwankungen, "Fibronebel", ein geblähter Bauch, Schmerzen in den Gliedmaßen, "Muskelkaterschmerzen", "Zerrungen", Hautprobleme, Atemwegsinfektionen, Lustlosigkeit, Licht-, Geruchs- und Geräuschempfindlichkeit und eine deutliche Abneigung gegen bestimmtes Essen (z.B. Vollkornprodukte) meine gesamte Jugend. Mit fünfzehn Jahren wurden mir wegen chronischen vereiterten Rachenmandeln diese operativ entfernt. Der "Fibronebel" und die schwankende Leistungsfähigkeit ließen mich beinahe in meiner Schullaufbahn scheitern.

Interessanterweise gab es eine Zeit in meiner Jugend, in der es mir gesundheitlich besser ging. In dieser Zeit "ernährte" ich mich vorwiegend von Kaffee, Zigaretten, Chips und Alkohol. 


Fibromyalgie im Erwachsenenalter

Mit der Vernunft und der "besseren" Ernährung kamen meine Fibromyalgie-Probleme wieder zurück. 
Ab dem zwanzigsten Lebensjahr nahm die Symptomatik immer weiter zu. Nach dem Sport hatte ich lange muskelartige Schmerzen und häufig Zerrungen im Schulterbereich. Mit Anfang dreißig bekam ich schmerzhafte Probleme mit der Verdauung. Wegen Magen- und Darmblutungen wurde ich über mehrere Tage stationär in ein Krankenhaus aufgenommen. Immer wieder hatte ich krampfartige Bauchschmerzen abwechselnd mit Durchfall oder Verstopfung. 

Der gesamte Körper war ununterbrochen angespannt. Ab Mitte dreißig hatte ich dann keinen Tag ohne Körperschmerzen mehr. Eine Zeitlang ging ich wöchentlich zum Orthopäden, um mir etliche Wirbel (inklusive der Halswirbel) wieder einrenken zu lassen. Später versuchte ich es mit der sanfteren Dorntherapie. Ohne ein Kissen konnte ich nicht mehr auf einem Stuhl sitzen. Öfters saß ich zusammengekauert da, meine Arme fest und bewegungslos um den Körper geschlungen, um die Schmerzen möglichst gering zu halten. 

Beinahe jeden Tag litt ich unter Kopfschmerzen, ca. einmal im Monat an schweren Migräneanfällen mit Ausfallserscheinungen. Die Licht-, Geräusch- und Geruchsempfindlichkeit wurde immer ausge-prägter. Mein Körper war so empfindlich, dass mir sogar sanfte Berührungen schmerzten. Darüber hinaus lösten Berührungen (von Menschen, Papier, Wolle oder Holz) großflächig Nesselsucht aus. Immer schlechter konnte ich Menschen um mich ertragen. Gereiztheit bis hin zu richtigen Wutanfällen machten mir so Angst, so dass ich sogar einen Psychologen aufsuchte, um abzuklären, ob ich nicht am Borderline-Syndrom leiden würde (tue ich nicht). Mehrere Therapieversuche (Psychotherapie, Gruppentherapie, Familienaufstellungen u.a.) endeten mit der Feststellung einer Psychotherapeutin vor einigen Jahren, dass ich nicht (mehr) therapiebedürftig (= psychisch gesund) bin.

Zu den oben genannten Symptomen kamen zunächst heftige Probleme mit den Knien, Schmerzen in den Füßen, Schultern, Nacken, Ellenbogen und der Hüfte, Herzrasen, Herzklopfen, Schmerzen im Brustbereich, zwei Herzbeutelentzündungen, mehrere Zahnwurzel-Operationen wegen nicht abheilenden Vereiterungen, Asthma, Infektanfälligkeit , Vulvodynie und eine unglaubliche Erschöpfung hinzu. Die Erschöpfung wurde immer schlimmer. Ich war nun nicht mehr in der Lage, einer normalen Arbeit nachzugehen. Wenn die Kinder aus dem Haus waren, musste ich mich auf das Sofa legen, um mich auszuruhen. Jede Nacht schwitze ich mehrere T-Shirts durch. Mein Bett musste ich mit Handtüchern auslegen, um die Möglichkeit zu haben, die nasse Unterlage mit einer trockenen auszutauschen. Tagsüber fror ich ständig selbst mit mehreren Lagen Kleidung. 

Mehrfach in der Woche ging es mir damals so schlecht, dass mir nichts anderes übrig blieb, als mich bei meiner Familie abzumelden und mich in mein Bett zu verkriechen. Meinen Laufsport, den ich trotz der Einschränkungen einige Jahre leistungsmäßig ausgeübt hatte, konnte ich zu dieser Zeit natürlich bereits nicht mehr machen. Selbst die Treppen in das nächste Stockwerk ließen mich Schnaufen als ob ich jenseits der Achtzig wäre. 

Ein Symptom, dass mich sehr quälte, obwohl es nichts mit Schmerzen zu tun hat, war die ständige Gewichtszunahme. Sämtliche Diäten, die ich ausprobierte, schlugen fehl. Zwar langsam, aber stetig kletterte das Gewicht weiter und weiter nach oben.


Schwangerschaft und Fibromyalgie

Die schlimmsten Folgen, die mir die Fibromyalgie eingebracht hat, sind die Behinderungen meiner beiden Töchter. Meine ältere Tochter ist mit einem offenen Rücken und einem sogenannten "Was-serkopf" auf die Welt gekommen (= Spina bifida und Hydrocephalus). Sie ist querschnittsgelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen. Im ganzen Körper funktioniert bei ihr nichts so wie es soll (ZNS, Atmung, Verdauung, Hormone, Wachstum usw.) Sie ist pflegebedürftig und wird ihr Leben lang auf Hilfe angewiesen sein. Man kann davon ausgehen, dass mein schlechter Körperzustand, insbesondere der angeschlagene Darm und der damit einhergehende Vitalstoffmangel (v.a. ein Folsäuremangel), ihre Fehlbildungen wenn nicht ausgelöst so zumindest sehr begünstigt haben.

Meine jüngere Tochter hatte in der Schwangerschaft kein besseren "Nährboden" gehabt. Sie kam bereits mit einer Bindehautentzündung auf die Welt. Mit fünf Monaten hatte sie ihren ersten Kruppanfall, gefolgt von dauernden Atemwegsinfekten z.T. mit hohem Fieber. Eine nicht erkannte Verschleimung der Gehörgänge verhinderte ein normales Verstehen. Im Nachhinein können wir vermuten, dass sie in der wichtigen Zeit des Hören- und Verstehenlernens nichts oder zumindest viel zu wenig gehört hat , so dass sie nun mit einer irreversiblen ausgeprägten auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung leben muss, die vergleichbar mit einer mittelschweren bis schweren Schwerhörigkeit ist. 

So viel zu dem Thema, die Fibromyalgie hat keine schweren körperlich nachweisbaren Folgen…
Die Schwangerschaften waren wie bei so vielen Fibro-Frauen für mich sehr beschwerlich. 
Beide Töchter haben ebenfalls zahlreiche Symptome der Fibromyalgie und werden erfolgreich mit Guaifenesintherapiert.


Anmerkung:

Einige meiner beschriebenen Symptome wie z.B. die Herzbeutelentzündungen kommen in dem Symptomkatalog von Dr. St. Amand nicht vor. Da aber auch diese Symptome meiner Überzeugung nach ihren Auslöser im selben Grund (derSalicylat-Unverträglichkeit) haben wie die andere Fibro-myalgie-Symptomatik, meine ich, dass diese ebenfalls dazu zu zählen sind.


Ärzteodyssee

Nach einer mehrjährigen Ärzteodyssee mit zum Teil hochqualifizierten und auch guten Ärzten, die aber leider nichts finden konnten, hatte ich das Glück auf einen Arzt zu stoßen, der sich erstens sehr gut mit dem Problem der Nahrungsmittelunverträglichkeiten auskennt und zweitens sehr offen ist für die Überlegungen seiner Patienten. Dieser Arzt hat mir auch vor ein paar Jahren das Fibromyalgie-Syndrom und auch das Chronische Erschöpfungssyndrom (CFS) diagnostiziert. Mittlerweile sieht er die Fibromyalgie allerdings, soweit ich ihn verstehe, anders und stellt somit die Diagnose "Fibromyalgie" nicht mehr.

Bis ich auf diesen Arzt gestoßen bin, waren die Arztbesuche sehr frustrierend. Meine Blutbilder waren immer nahezu perfekt, bei Darmuntersuchungen hatte man zunächst den Verdacht auf Morbus Crohn, bei der nächsten Untersuchung war wieder alles okay. Ähnlich war es bei anderen Untersuchungen: Die Ärzte meinten etwas gefunden zu haben. Bei weiteren Untersuchungen konnte die vorläufige Diagnose aber nicht mehr bestätigt werden. Bei der letzten Ärztin, bei der ich war, bevor ich es eine lange Zeit einfach aufgab, mir Hilfe bei Ärzten zu suchen, war eine Rheumatologin, die im Gespräch mit meinem Hausarzt sagte: "Frau Peluna hat irgendetwas, aber ich weiß nicht was."

Rückblickend kann ich sagen, dass ich auch mit meinen Ärzten irgendwie Glück hatte. Sie glaubten mir, sie nahmen hin, dass ich mich wegen meiner ausgeprägten Empfindlichkeit gegenüber Medikamenten nicht medikamentös behandeln lassen wollte, sie überlegten genau, bevor sie etwas unternahmen, so dass mir eine (fatale) Knieoperation und auch eine (noch fatalere) Begradigung meiner Beine letztendlich doch erspart geblieben sind. Trotzdem war es sehr frustrierend, nicht zu wissen, was mit mir los ist. Ich selbst beschimpfte mich damals innerlich am meisten als Hypochonder.


Entdeckung des Guaifenesins

Obwohl ich immer wieder durch die Behandlung meines Arztes kleine Fortschritte machte, ging es mir insgesamt immer schlechter. Die Erschöpfung, die Körper- und Kopfschmerzen nahmen immer mehr zu. Irgendwann setzte ich mich an den Computer und recherchierte erneut. Schnell stieß ich auf das Buch von Dr. St. Amand und die Guaifenesin-Therapie. Besonders interessant war für mich die Tatsache, dass den Salicylaten eine besondere Rolle bei der Therapie zugeschrieben wurde. Damals wusste ich schon um meine Salicylat-Unverträglichkeit. Ich bestellte also das Buch. Es war für mich faszinierend was ich dort zu lesen bekam. Erstmals fand ich praktisch alle meine Krankheiten in einer Bezeichnung nämlich Fibromyalgie wieder. In Absprache mit meinen Arzt begann ich zunächst mit der Hypoglykämie-Diät, zwei Monate später dann mit der Guaifenesin-Therapie.


Zustand direkt vor der Guaifenesin-Therapie

In dem Jahr vor der Guaifenesin-Therapie hatte sich mein Zustand dramatisch zugespitzt: Ich litt unter chronischen Kopfschmerzen, regelmäßig hatte ich schwerste Migräneanfälle mit Ausfallerscheinungen. Die Erschöpfungszustände wurden immer schlimmer. Mein Körper war ununterbrochen angespannt, die Knie taten weh und waren geschwollen. Daneben hatte ich Schulter-, Nacken-, Ellenbogen-, Hüft- und Fußschmerzen. Jeder Wetterumschwung machte sich mit Kopfschmerzen und einer Verschlechterung meiner körperlichen Verfassung bemerkbar. Der Fibronebel und die Geruchs, Licht- und Geräuschempfindlichkeit wurde immer belastender. Nachts lag ich regelmäßig stundenlang wach. Ich durchschwitze T-Shirts und Bett. Auf der linken Seite konnte ich wegen Herzrasen und Atemnot nicht mehr liegen. Asthma wurde diagnostiziert. Wut und Gereiztheit machten mich zum Teil unausstehlich. Menschen konnte ich nur noch schlecht um mich herum ertragen. Mehrmals in der Woche ging es mir so schlecht, dass mir nichts anderes übrig blieb, als mich in mein Bett zu verkriechen. Immer wieder hatte ich großflächige Hautausschläge/Nesselsucht, Pickel und eitrige Wunden, die schlecht verheilten. Meine Haut war trocken und juckte, die Haare waren fettig und struppig. Die Vulvodynie schränkte die Lust merklich ein, die PMS machte mir die Tage um die Periode zusätzlich schwer. Die Menstruation begann immer mit krampfartigen Schmerzen. Verstopfung wechselte sich mit Durchfällen ab. Immer wieder hatte ich nachts Anfälle von Übelkeit bis hin zum Erbrechen. Eine Laktoseintoleranz, eine Gliadin-, Histamin-, Kohlenhydrat-, Milcheiweiß-, Salicylat-Unverträglichkeit und eine Unverträglichkeit gegen Zitrusfrüchte wurden festgestellt. Meine Füße brannten teilweise wie Feuer. Turnschuhe waren die einzigen Schuhe, die ich noch anziehen konnte. Trotz Diätmaßnahmen nahm ich immer mehr zu, Wasseransammlungen im Körper gaben mir ein schwammiges Aussehen. 
Das war mein Ausgangspunkt als ich vor eineinhalb Jahren mit der Guaifenesin-Therapie begann.



Meine Guaifenesin-Therapie

Die ersten drei Monate

Vor eineinhalb Jahren habe ich mit der Guaifenesin-Therapie begonnen. Meine Anfangsdosis war zweimal 300 mg Pulver. Das erste Symptom, dass ich bereits wenige Stunden nach den ersten 300 mg Guaifenesin bemerkte, war ein seltsamer metallischer Geschmack. Mein Zustand verschlechterte sich in kurzer Zeit sichtlich. 
Nach einer Woche erhöhte ich meine Dosis auf dreimal 300 mg Pulver. Da war dann auch schon meine Grenze erreicht. Drei Monate ging es mir ziemlich schlecht. Mein ganzer Körper schmerzte, die Erschöpfung legte mich lahm, mein Körper und mein Gesicht schwemmten noch mehr auf und man sah mir meine Krankheit nun wirklich an. Ein sehr massiver "Fibronebel" ließ mich selbst wie "dauerbesoffen" erleben.


Erste Erfolge

Nach drei Monaten ging es langsam aufwärts. Es gab Phasen, in denen ich bereits wieder vorsichtig Sport machen konnte. Die Anzahl der Symptome ging zurück. Der Fibronebel wurde besser. Ebenso die Haut. Die Gereiztheit ließ nach und der Schlaf wurde besser. Immer besser vertrug ich Menschen um mich. Die Licht- und Geräuschempfindlichkeit gingen zurück, die Geruchsempfindlichkeit blieb allerdings. Die Kopfschmerzphasen gingen merklich zurück, die Migräneattacken blieben aus.


Umstellung auf Mucinex

Nach einem dreiviertel Jahr Guaifenesin-Pulver stellte ich auf Mucinex um. Diese Umstellung machte sich mit einer Symptomverschlimmerung, insbesondere der Atemwege, bemerkbar. Nach ca. zwei Wochen war der Reizhusten aber wieder vorüber. Nach einigen Wochen erhöhte ich meine Mucinex-Dosis versuchsweise auf zweimal 600 mg. Diese Erhöhung nahm ich nach kurzer Zeit wieder zurück, da die Ausschwemmungszeichen und die Erschöpfung mich zu sehr in meinem Leben einschränkten.


Ein Jahr Guaifenesin

Nach einem Jahr Guaifenesin ging es mir so gut, dass ich mich die meiste Zeit nicht mehr krank ge-fühlt habe. Ich war noch nicht so leistungsfähig wie früher, aber bereits fitter als viele meiner Altersgenossen. Ohne Probleme konnte ich z.B. mehrfach in der Woche zum Laufen gehen. Der Fibronebel, Körper- oder Kopfschmerzen stellten sich nur noch bei Ernährungsfehlern ein. 
Ab und zu tat das Knie oder der Fuß einmal weh. Doch nie so, dass es mich merklich in meinem Alltag eingeschränkt hätte. Trotzdem konnte ich mittlerweile auch wieder andere Schuhe tragen als Turnschuhe. 


Gegenwart: Zustand nach eineinhalb Jahren Guaifenesin

Nach eineinhalb Jahren Guaifenesin hat sich meine körperliche Situation weiter stabilisiert. Mein Schlaf ist gut und meistens erholsam. Allerdings träume ich sehr viel. Nächtliches Schwitzen habe ich immer noch im Zusammenhang mit der Menstruation und bei Ernährungsfehlern. Ich habe kein Herzrasen mehr, auch die nächtlichen Übelkeits- und Erbrechensanfälle sind weg. Der Fibronebel taucht im Zusammenhang mit Ernährungsfehlern noch vereinzelt auf. Meine Konzentration- und Leistungsfähigkeit ist davon jedoch kaum mehr eingeschränkt. Die Hypoglykämie habe ich im Griff. Menschen kann ich mittlerweile auch in nächster Nähe gut aushalten. Es macht mir nur noch manchmal etwas aus, angefasst zu werden. Allerdings brauche ich immer noch meine Rückzugszeiten für mich. Meine Kraft ist v.a. in den Armen zurückgekehrt. Ich kann bestimmte Yogaübungen wieder machen und auch Schraubverschlüsse an Gläsern öffnen. Die Licht- und Geräuschempfindlichkeit sind besser geworden, nicht aber die Geruchsempfindlichkeit. Mein Gewicht ist nur noch zwei Kilo von meinem Ausgangsgewicht entfernt. Ich bin wieder schlank (57 kg bei 1,67 cm) und fühle mich endlich in meinem Körper wieder wohl.


Bestehende Probleme

Leider macht mir mein Darm immer noch Probleme. Aus diesem Grund habe ich vor ein paar Wo-chen beschlossen, diesen zunächst durch eine zehntägige Fastenkur zu schonen. Im Anschluss habe ich meine Diät nochmals umgestellt mit phasenweise ketogener Ernährungsform, abgewechselt mit Low-Carb-Tagen und einen Kohlenhydratschlemmertag. Ich achte noch akribischer auf meine Unverträglichkeiten. Zusätzlich habe ich meine Dosis von 600 mg (morgens) 300 mg (abends) Mucinex auf zweimal 600 mg Mucinex erhöht. Ich erhoffe mir von der Dosiserhöhung eine schnellere Regenerierung des Darmes. (Anmerkung: Es ist meine Überzeugung, dass viele Fibromyalgie-Symptome ihren Ursprung in einem kranken Darm haben. Der kranke Darm leistet Nahrungsmittelunverträglichkeiten Vorschub und diese schaden wiederum den Darm.) 

Die Erhöhung macht sich mit vermehrten Ausschwemmungsschmerzen, Reizhusten, Verschleimung und geringerer Belastbarkeit gerade bemerkbar. Ich rechne damit, dass sich diese Symptomverschlechterung einige Wochen halten und sich dann wieder mein oben beschriebener guter Zustand einstellen wird. Wird das nicht der Fall sein, werde ich dieMucinex-Dosis wieder reduzieren. 

Ein weiteres sehr belastendes Problem sind die Menstruationsbeschwerden. Das ist ein Symptom, dass sich mit derGuaifenesin-Behandlung eher verschlimmert als verbessert hat. Vor allem die wehenartigen Schmerzen am Beginn der Blutung knocken mich aus. Die Schmerzen sind so stark, dass ich wie bei meinen Geburten halb kniend versuche, den Schmerz wegzuatmen. Kein Schmerz-mittel hilft. Der einzige Trost in dieser Situation ist das Wissen, dass es wieder vorübergeht.
Ein dritter Punkt, der gesundheitlich noch sehr auffällig ist, ist meine erhöhte Infektanfälligkeit. 


Zweifel an der Therapie

Ich selbst hatte was mich betrifft nie Zweifel an der Therapie. Dazu ist es zu eindrücklich und ersichtlich, was Guaifenesinin meinen Körper bewirkt. Zweifel hatte ich nur als Außenstehende. Z.B. war ich immer wieder unsicher, ob die Therapie bei meinen Kindern den gewünschten Erfolg hat. Auch hier überzeugten mich die immer wieder sichtbaren Erfolge von der Wirksamkeit der Therapie bei ihnen. 
Allerdings glaube ich auch den Berichten der Menschen, die Fibromyalgie haben und denen Guaife-nesin nicht helfen konnte. Ich stimme also der These von Dr. St. Amand nicht zu, die sagt, dass den allermeisten Menschen mit Fibromyalgie Guaifenesin auch tatsächlich hilft. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass es für jeden Fibromyalgiker einen Versuch wert ist, auszuprobieren, ob Guaifenesin helfen könnte.


Diäten

Zwei Monate vor Beginn der Guaifenesin-Therapie startete ich mit der liberalen St-Amand-Diät. Diese tat mir sehr gut. Nach den zwei Monaten erweiterte ich meinen Speiseplan wieder, machte dann zeitweise die strenge Diät, um Gewicht zu verlieren. Da das nicht richtig funktionierte, erlaubte ich mir auch wieder einige kohlenhydratreichere Nahrungsmittel. In der Folge hatte ich massive Blutzuckerschwankungen. Der Arzt konnte eine Hypoglykämie feststellen. Daraufhin kreierte ich mir meine eigene Diät, die als wichtigste Vorgabe hatte, 72 g Kohlenhydrate nicht zu überschreiten. Damit bekam ich die Hypoglykämie in den Griff. Es verbesserte sich bzw. verschwanden insbesondere die Kopfschmerzen, das Herzrasen, Panikanfälle und die Migräne. Die Reizbarkeit wurde besser und auch der Schlaf. Schwindel und Übelkeit verschwanden weitgehend.

Zunächst waren bei meiner persönlichen Diät alle Lebensmittel erlaubt, also auch Produkte mit Zucker, solange ich die Vorgabe von 72g Kohlenhydraten täglich nicht überschritt. Die Liste der erlaubten Nahrungsmittel wurde aber durch meine persönlichen Unverträglichkeiten sehr eingeschränkt. 
Weitere Literatur- und Internetrecherchen überzeugten mich, dass es sehr sinnvoll ist, einige Vital-stoffe zu substituieren (Magnesium, Calcium, Kupfer, Zink, Mangan, Vitamin B6 und Vitamin D; gut wäre auch noch Vitamin C, vertrage ich aber nicht).

Ich begann die Nahrungsmittel und ihre Auswirkung auf den Verlauf der Fibromyalgie zu erforschen. Ich wurde sensibler und aufmerksamer. Langsam wurde mir die Bedeutung einzelner Nahrungsmittel bei meiner Symptomatik immer bewusster. Schon mit der Hypoglykämie-Diät, die ich zwei Monate vor meinem Guaifenesin-Start begonnen hatte, konnte ich den Zusammenhang von Zucker/Stärke bzw. Kohlenhydraten und meinen brennenden chronischen Kopfschmerzen feststellen. Mit der Umstellung auf eine Low-Carb-Ernährung bekam ich diese in den Griff. Von früheren Beobachtungen wusste ich, dass Milcheiweiß und Milchzucker mir direkt in den Kopf gingen und den Fibronebel verschlimmerten. Als nächstes beobachtete ich genauer die Auswirkungen von salicylathaltigen Nahrungsmitteln auf meinen Körper. Hier konnte ich feststellen, dass Salicylate im direkten Zusammenhang mit bestimmten Körperschmerzen stehen, mir aber darüber hinaus tatsächlich depressive Verstimmungen bereiten. Bestimmte biogene Amine verschlechtern ebenfalls meinen Körperzustand, Histamin, Histaminliberatoren und einige andere Nahrungsmittel lösen bei mir nächtliche Schweißausbrüche und Migräneanfälle aus. 


Resümee

Guaifenesin hat mir, wie so vielen Anwendern vor mir, mein Leben zurückgegeben. Allerdings glaube ich, dass es seine volle Wirkung nur entfalten kann, wenn man Salicylate nicht nur in Kosmetik und Medikamenten, sondern auch in der Nahrung weitgehend vermeidet. Guaifenesin scheint mir die Möglichkeit zu haben, die krankmachende Wirkung der Salicylate zu neutralisieren und auf Dauer sogar rückgängig machen zu können. Allerdings erschwert man die Arbeit des Guaifenesins erheblich, wenn man den Körper weiter mit dem Gegenspieler Salicylat füttert. 
Darüber hinaus kann man meiner persönlichen Überzeugung nach den Genesungsprozess unterstützen und beschleunigen, wenn man die individuellen Nahrungsunverträglichkeiten erkennt und die entsprechenden Nahrungsmittel meidet. Gleiches gilt für die Kohlenhydrate. Hier muss man seine persönlich verträgliche Menge herausfinden.

Sie können Mira Peluna kontaktieren.

Mira Peluna hat einer Kontaktaufnahme bzgl. ihrer/seiner Erfahrungen bei der Guaifenesin-Therapie nach Dr. St. Amand durch Besucher unserer Website zugestimmt.





← Welche Farbe hat eine Zitrone? (Spamschutz)



Ihre Nachricht wird Mira Peluna direkt per E-Mail zugestellt. Mira Peluna kann auf Ihre E-Mail antworten. Bitte beachten Sie, dass Mira Peluna nicht verpflichtet ist, Ihnen zu antworten. Falls Sie keine Antwort erhalten, sehen Sie bitte von weiteren Nachrichten ab.

Hinweis zum Datenschutz: Um Missbrauch zu verhindern, werden die eingegebenen Daten und Ihre Nachricht auf unserem Server gespeichert und könnten gelesen oder ausgewertet werden. Dies gilt nicht für den weiteren Austausch zwischen Ihnen und Mira Peluna.

Bitte beachten Sie

Der oben beschriebene Bericht spiegelt allein die persönliche Meinung der berichtenden Person, und nicht die des Portalbetreibers wider. Aussagen zu Krankheiten, Arzneimitteln, Produkten, Diagnose- oder Therapieverfahren stellen keine Empfehlung für deren Kauf bzw. Anwendung dar. Verlässliche Entscheidungsgrundlage für die Anwendung von Arzneimitteln oder Therapien kann nur die entsprechende Diagnose durch einen Arzt sein. Bitte lesen Sie unsere rechtlichen Hinweise.