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Einführung in die Therapie Schritt-für-Schritt-Anleitung
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Typischer Therapieverlauf

Die Dosierung

Anzeige - Dienstleistung/Produkt möglicherweise ungeeignet im Rahmen der Guaifenesin-Therapie
Sie sollten bei der Therapie nach der Dosierungsanweisung vorgehen, je nachdem für welches Präparat Sie sich entschieden haben. Erhöhen Sie lieber langsam als zu schnell. Es ist schwierig für Sie, Ihre Dosis zu finden, wenn Sie überdosiert sind. Auch wenn Sie nicht sofort bei einer Erhöhung eine Symptomverstärkung bemerken, sollten Sie jeder Dosis einen Monat Zeit geben. Jeder Mensch, jeder Körper, jeder Stoffwechsel reagiert unterschiedlich. Es kann auch sein, dass selbst noch nach drei Wochen mit einer Dosis Ihre Symptomverstärkungen eintreten. 

Wenn Sie die ersten Symptomverstärkungen erlebt haben, haben Sie zunächst Ihre Dosis gefunden. Sie bleiben bei dieser Dosis so lange, bis Sie das Gefühl haben, dass der Prozess zum Stillstand gekommen ist. Wenn Sie keine guten und schlechten Tage mehr im Wechsel erleben (wobei solche eine Phase an schlechten Tagen auch einmal sehr lange andauern kann, teilweise mehrere Wochen), Ihr Zustand also weder wirklich gut noch wirklich schlecht ist, und Sie eine Blockierung ausschließen können, können Sie erneut erhöhen. 
Wenn Sie gute Zeiten erleben, vielleicht die ersten guten Tage seit Jahren, dann genießen Sie diese Zeit und erhöhen Sie nicht. Viele Guaifenesinanwender sind von diesen Erfolgen so euphorisiert, dass sie sofort erhöhen wollen, um noch mehr gute Tage zu erleben und noch schneller beschwerdefrei zu werden. 

Doch auch bei Guaifenesin ist richtig: Die Dosis macht das Gift. Viel hilft nicht unbedingt viel. Idealerweise beginnen bei Ihnen nach ein oder zwei Erhöhungen die ersten Umkehrschübe (bei manchen sogar schon nach der ersten Einnahme). Lassen Sie sich nun Zeit. Wenn diese Dosis für Sie tolerierbar ist, Sie also weiterhin Ihrem Alltag in dem Maß nachgehen können wie zuvor, behalten Sie diese Dosis vorerst bei. Wenn die Einschränkungen zu stark werden, die Schmerzen zu hoch, verringern Sie die Dosis. Möglicherweiße haben Sie zu schnell erhöht.
Auch sollten Sie nicht in Zeiten erhöhen, in denen es Ihnen gerade besonders schlecht geht oder Sie durch eine Erkältung, Krankheit etc. geschwächt sind.

Spielen Sie nicht mit der Dosis. Ziel ist es, eine Dosis zu finden, die Sie beibehalten. Vielleicht müssen Sie nach einem Jahr oder einer längeren Zeit noch einmal erhöhen, aber es ist nicht Sinn der Therapie, alle paar Tage die Dosis zu erhöhen oder zu verringern. Ihr Körper muss sich, wie bei jedem anderen Medikament, das über lange Zeit eingenommen wird, erst an diese Dosis gewöhnen. Sie nehmen Ihrem Körper die Möglichkeit dazu, wenn Sie die Dosis andauernd anpassen, egal in welche Richtung.

Der Umkehrprozess bzw. das "Ausschwemmen"

Idealerweise finden Sie Ihre Dosis relativ rasch und erleben die ersten, verstärkten Symptome. Das können einerseits Symptome sein, die Sie schon lange haben, nur stärker, oder aber auch Symptome, die bei Ihnen schon jahrelang nicht mehr aufgetreten sind und die Sie schon für längst überwunden geglaubt haben. Auch kommt es häufig vor, dass Betroffene Symptome während der Umkehrung erleben, die sie noch nie hatten, was viele verunsichert. Dr. St. Amand behauptet, dass dies Symptome wären, die möglicherweise erst im späteren Verlauf der Fibromyalgie-Erkrankung aufgetreten wären. So hält der Umkehrprozess einem den Spiegel vor, welchen Beschwerdestatus man ohne Guaifenesin Jahre später hätte.
Nach der Theorie von Dr. St. Amand betrifft Fibromyalgie jede einzelne Zelle des Körpers. So kann auch jedes einzelne Organ betroffen sein. Manche Betroffenen erleben während der Umkehrzyklen starke Kopfschmerzen, vermehrten Fibronebel, Muskelschmerzen- und krämpfe, Hautausschläge, verschwommenes Sehen, starke Müdigkeit und Erschöpfung oder Magen-Darm-Symptome. Viele Betroffenen müssen auch häufiger auf die Toilette oder fühlen sich aufgeschwemmt als würde ihre Haut bald platzen. Wie lange die Zyklen anhalten, ist ebenfalls individuell. Es können manchmal Stunden, aber auch Tage oder sogar Wochen sein. Wer sich in einem lange anhaltendem Zyklus befindet, bekommt meist Zweifel, Ängste und ist völlig demotiviert. Nach Dr. St. Amand bringt jeder besonders heftige Schub Sie aber ein ganzes Stück nach vorne. Ist der Schub vorüber, sollten Sie erste gute Minuten oder Stunden erleben. Je länger Sie Guaifenesin einnehmen, desto länger werden die guten Phasen. Irgendwann können es mehrere gute Tage oder sogar Wochen am Stück sein.

Die ersten Umkehrzyklen setzen häufig an 10-20 Stellen gleichzeitig an, der Betroffene fühlt sich völlig gerädert. Je länger Guaifenesin eingenommen wird, desto schwächer werden die Umkehrzyklen, die Stellen, die betroffen sind, äußern sich weniger heftig und schmerzhaft.

Wie sich die positiven Veränderungen zeigen, ist nicht abzusehen. Es kann sein, dass es Ihnen insgesamt viel besser geht, Sie also einen wahren Energieschub erleben, oder aber dass sich nach und nach Kleinigkeiten verbessern. So kann Ihr Tinnitus verschwinden, Ihr Heuschnupfen, Hautausschläge oder Ihre Morgensteifigkeit. Es sind kleine Bausteine, die schließlich zur vollständigen Beschwerdefreiheit führen können. 

Wenn Sie an sich neue Symptome bemerken, die Sie beunruhigen und die Sie stark einschränken, gehen Sie bitte zu einem Arzt und lassen Sie abklären, ob nicht zeitgleich eine weitere Erkrankung vorliegt. Da ein Ausschwemmschub sich häufig auch wie ein grippaler Infekt anfühlen kann, sollten Sie im Zweifelsfall abklären lassen, ob Sie nicht wirklich eine Erkältung, Infektion oder Entzündung etc. haben. 

Hier ein Video über den Ausschwemmzyklus von einer Betroffenen, die in einem Videoblog ihre Erfahrungen mit der Guaifenesin-Therapie festhält:

Guaifenesin - ein langer Weg zum Ziel

Die Guaifenesin-Therapie ist keine Wundertherapie und Betroffene benötigen einen langen Atem, wenn sie die Therapie beginnen. Zunächst einmal sollten Menschen, die mit Guaifenesin beginnen, ihr Leben so weiterleben wie bisher und sich in Geduld üben. Guaifenesin muss ein Leben lang eingenommen werden. Manche Betroffenen erfahren schon nach Wochen erste Verbesserungen, andere benötigen Monate oder sogar bis zu einem Jahr. Generell schreibt Dr. St. Amand, dass ein Monat Guaifenesintherapie bei richtiger Dosis ein halbes Jahr der Fibromyalgie "umkehren" kann. Da seiner Meinung nach Fibromyalgie ein angeborener Gendefekt ist, beginnen die Phosphateinlagerungen also schon mit der Geburt. Diesen Prozess, die Reinigung der jahrelangen Phosphatablagerungen, rückgängig zu machen, kann unter Umständen lange dauern. 
Viele Betroffene berichten, dass das erste Jahr mit Guaifenesin das schwerste war. Das Einlassen auf die Therapie, die Hoffnungen, die schweren, starken Umkehrzyklen und immer wieder Zweifel - gerade das erste Jahr ist nicht einfach durchzuhalten. 

Erwarten Sie also nicht, innerhalb weniger Monate beschwerdefrei zu sein, denn das wird nicht geschehen.
Führen Sie ein Symptomtagebuch und notieren Sie sich schon kleinste Verbesserungen. Sie konnten das erste Mal seit Jahren wieder einen Teig kneten, ohne dass Ihre Oberarme völlig kraftlos wurden? Sie haben einen Spaziergang unternommen, ohne sich anschließend für eine Stunde hinlegen zu müssen? All diese vermeintlichen Kleinigkeiten zeigen, dass Sie gut voran kommen und Guaifenesin bei Ihnen wirkt. 
Die Inhalte dieser Seite basieren auf folgenden Quellen:
  • R. Paul St. Amand, Claudia Craig Marek: »Fibromyalgie - die revolutionäre Behandlungsmethode durch die man vollständig von Beschwerden frei werden kann.« Hrsg. Dora Maier (2009), ISBN 978-3-8370-2307-7: S.67ff
  • R. Paul St. Amand, Claudia Craig Marek: »Fibromyalgie - die revolutionäre Behandlungsmethode durch die man vollständig von Beschwerden frei werden kann.« Hrsg. Dora Maier (2009), ISBN 978-3-8370-2307-7: S.148ff