Bin ich blockiert? | Guaifenesin-Therapie bei Fibromyalgie nach Dr. St. Amand
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Blockiert durch Salicylate?

Eine sogenannte "Blockierung" liegt vor, wenn salicylathaltige Produkte über die Mundschleimhaut oder über Hautkontakt aufgenommen wurden. Salicylate blockieren die Wirkung von Guaifenesin, die es laut Dr. St. Amand bei Fibromyalgie entfaltet, es kann nicht mehr in vollem Umfang wirken und ein Stillstand im Therapiefortschritt kehrt ein. Jeder Mensch reagiert anders auf Salicylate. So können manche Menschen mehrere Tage lang ein salicylathaltiges Produkt nutzen bevor Sie blockiert werden, andere wiederum sind schon nach dem Lutschen eines Bonbons blockiert.

Eine Blockierung zeigt sich völlig unterschiedlich, deswegen ist es auch sehr schwierig zu erkennen, ob man blockiert ist. Bei einigen Betroffenen stellen sich verstärkte Schmerzzustände ein, andere merken rein körperlich nichts aber stellen nach einiger Zeit fest, dass es keine positiven Veränderungen und auch keine schmerzhaften Ausschwemmzyklen mehr gibt. Sie “stecken fest” und es gibt kein Vorankommen mehr.

Wenn Sie ein salicylathaltiges Produkt eingenommen haben oder über die Haut aufgenommen, ist die Blockierung nach spätestens 24 Stunden vorbei. Es ist völlig in Ordnung, wenn Sie sich beispielsweise alle 6 Wochen "bewusst" blockieren, weil Sie eine Beautyanwendung in einem Schönheitssalon genießen wollen, Ihre Haare färben, sich eine Massage mit Massageöl gönnen möchten etc. Auch wenn Sie ein pflanzliches Heilmittel kennen, das Ihnen bei Ihrer alljährlichen Erkältung besonders gut hilft, können Sie Guaifenesin unproblematisch für die Zeit der Einnahme aussetzen und anschließend wieder beginnen. Kritisch wird es erst, wenn Sie, meist geschieht das unbewusst und somit unbemerkt, über längere Zeit ein Produkt anwenden, das Salicylate enthält. Die Anwendung eines salicylathaltigen Produktes sollte eine Ausnahme bleiben und Sie sollten in dieser Zeit mit dem Guaifenesin aussetzen.

Fragen, die Sie sich bei Verdacht auf Blockierung stellen sollten

1. Welche Zahnpasta benutze ich?

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Zahnpasta enthält fast immer Menthol oder Pfefferminzöl, das extrem viele Salicylate enthält, und wird zudem direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen. Menthol wird laut Dr. St. Amand innerhalb von 15 Sekunden über die Mundschleimhaut aufgenommen und gilt als stärkster Blocker. Dadurch, dass sie intensiv in das Zahnfleisch eingerieben und täglich mindestens zweimal benutzt wird, ist die Blockierungsgefahr hier besonders hoch. Es gibt leider nur sehr wenig Zahncremes, die Guaifenesinanwender bedenkenlos benutzen können, da sich unter dem Begriff “Aroma” bei Zahnpasta fast immer Menthol verbirgt.

Geeignete Zahnpastas finden Sie unter unseren Hilfreichen Links.

Für Kinder eignet sich die Zahnpasta nenedent® Kinderzahncreme homöopathieverträglich mit Fluorid

Bitte beachten Sie: Mundspülungen enthalten quasi immer Menthol. Eine mögliche Mundspülung ist die “ultraDEX/retarDEX Mundspüllösung”. Sie ist in Apotheken erhältlich und völlig geschmacksneutral. Ihr liegt ein Tütchen mit Minzpulver bei, das aufgelöst werden könnte. Dieses verwenden Sie bitte selbstverständlich nicht.

2. Welche Kosmetikprodukte benutze ich?

Gehen Sie erneut die Inhaltsstoffe aller von Ihnen verwendeten Kosmetikprodukte durch. Dies sollten Sie auch vor jedem Neukauf tun, da Hersteller manchmal ohne dass es anhand der Verpackung ersichtlich wäre, Inhaltsstoffe ändern.

Die Inhaltsstoffe können Sie in unserer Suchmaschine auf Salicylatgehalt überprüfen. Die Suchmaschine lässt sich auch auf mobilen Endgeräten abrufen. Kosmetika, auf deren Verpackung keine Inhaltsstoffe stehen, sollten Sie grundsätzlich zur Sicherheit nie kaufen, auch wenn im Internet Inhaltsstoffangaben zu finden sind. Häufig sind Angaben auf Seiten wie codecheck.info veraltet oder unvollständig.

Weiterhin können Sie diesen "Salicylat-Schnellcheck" verwenden:

1. Keine Salicylate oder Salicylic Acid

2. Keine Chemikalien mit den Silben SAL, CAMPH, MENTH (Ausnahme: Maris Sal bedeutet Meersalz und ist salicylatfrei)

3. Keine Öle, Gele, Extrakte oder Konzentrate mit einem Pflanzenname (Ausnahme: Mais, Reis, Hafer, Weizen, oder Soja dürfen verwendet werden)

4. Kein Balsam oder Bisabol

Websites mit regelmäßig überprüften Kosmetika, die Sie benutzen können, finden Sie rechtsstehend.

3. Welche Medikamente nehme ich ein?

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Medikamente, die Salicylsäure oder pflanzliche Öle oder Extrakte als Wirkstoff enthalten, dürfen nicht verwendet werden. Hierbei ist es egal, ob diese in Salbenform oder als Tabletten vorliegen, sie können in beiden Fällen blockieren. Eine Ausnahme sind Öle als Hilfsstoffe in Kapseln oder Tabletten. Hier ist die Menge so gering, dass keine Blockierungsgefahr besteht. Deshalb dürfen Sie auch Salatöl essen. Achten Sie auch auf Bezeichnungen wie “Bioflavonoide” (Quercetin, Rutin, Hesperedin) in Vitaminpräparaten. Dr. St. Amand rät ebenfalls davon ab, homöopathische Präparate mit pflanzlichen Urstoffen einzunehmen. Dies ist sehr umstritten. 

Wichtig

Setzen Sie niemals ein Medikament eigenständig ab, ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt zu halten. Für die meisten Medikamente gibt es einen salicylatfreien Ersatz. Wir übernehmen keinerlei Verantwortung für gesundheitliche Probleme.

Wenn Sie ein Medikament einnehmen müssen, und es keinen salicylatfreien Ersatz gibt, dürfen Sie die Anweisung Ihres Arztes keinesfalls ignorieren. Wenn Sie ein salicylathaltiges Medikament längere Zeit einnehmen müssen, setzen Sie in dieser Zeit mit Ihrer Guafenesineinnahme aus. Informieren Sie Ihren Arzt in jedem Fall, dass Sie Guaifenesin einnehmen.

4. Trinke ich Tee?

Tee kann blockieren. In welchen Mengen, ist nicht bekannt. In keinem Fall getrunken werden sollten Pfefferminztee und Tee aus den Blättern der Kamelie (schwarzer, weißer, grüner Tee). Auch bei anderen Tees, der aus Blättern, Kräutern oder Wurzeln hergestellt ist, sollten Sie vorsichtig sein, da diese alle Salicylate enthalten. Auch Früchtetee und Kamillentee sollten Sie nur kurz ziehen lassen und nur gelegentlich trinken. Heiße Zitrone, Ingwertee oder Zimtwasser können Sie trinken, da diese einen niedrigen Salicylatgehalt haben. Wenn Sie nicht sicher sind, trinken Sie eine gewisse Zeit garkeinen Tee und beobachten Sie, ob es Veränderungen gibt.

5. Trinke ich Saft?

Säfte stellen ein Konzentrat dar und enthalten somit Salicylate. Gelegentlich einen Saft zu trinken, ist unbedenklich, jedoch sollten nicht täglich größere Mengen Saft verzehrt werden. In jedem Fall sind Sie auf der sicheren Seite, wenn Sie gelegentlich Saftschorlen trinken, die einen großen Wasseranteil haben.

6. Esse ich Minze oder Menthol?

Minze ist laut Dr. St. Amand die salicylathaltigste Pflanze. Sie darf auch nicht pur, also unverarbeitet gegessen werden. Achten Sie darauf, keine Cocktails zu trinken, in denen Minze enthalten ist. Auch zum Kochen dürfen Sie keine Minze verwenden, wenn Sie nicht blockieren möchten.

7. Esse ich Bonbons oder Kaugummis?

Sie dürfen keine Bonbons oder Kaugummis mit Kräuter- , Pflanzen- oder Fruchtextrakten essen. Die Auswahl ist hier stark eingeschränkt. Karamellbonbons und minz- und mentholfreie Eisbonbons sind in der Regel in Ordnung. Wenn Sie eine der Diäten einhalten, sehen Sie auf Websites, die Süßigkeiten mit Xylit anbieten, ob Sie fündig werden.
In unserer Sammlung hilfreicher Links finden Sie Onlineshops mit Kaugummis, die verzehrt werden können. 

Bitte beachten Sie: Lakritze enthält Süßholzwurzelextrakt. Lakritze sollten Sie nur in geringen Mengen essen.

8. Rauche ich?

Auch wenn es sicher ein schwerer Schritt ist: wenn Sie die Guaifenesintherapie durchführen möchten, müssen Sie das Rauchen aufgeben. Tabak wird aus der Tabakpflanze gewonnen und enthält Salicylate, die Sie beim Rauchen direkt über die Mundschleimhaut aufnehmen. Eine Ersatzmöglichkeit ist es, auf E-Zigaretten umzusteigen, da diese nur chemische Inhaltsstoffe und Nikotin enthalten. Nikotin ist salicyaltfrei. 

Bitte beachten Sie, dass Sie kein E-Liquid mit Menthol- oder Minzaroma kaufen sollten. Überprüfen Sie bei Frucht-Liquids die Inhaltsstoffe. Am sichersten ist ein sog. "Basisliquid" ohne Aromastoffe. Durch das enthaltene Propylenglycol hat es einen leicht süßlichen Geschmack.

Eine E-Zigarette ist keine “gesunde” Zigarette, wenn sie Nikotin enthält. Auch eine E-Zigarette ist gesundheitsschädlich, es gibt aber auch E-Liquids ohne Nikotin.

9. Welche Hygieneartikel benutze ich ?

Binden, (feuchtes) Toilettenpapier, Hygienetücher, sogar manche Taschentücher enthalten Kamille- oder Aloe-Vera-Extrakt. Überprüfen Sie also auch Ihre Hygieneartikel auf pflanzliche Öle oder Extrakte. Häufig enthalten Slipeinlagen “Cotton Extract”. Das ist ein Baumwollsamenöl und soll die Haut während dem Tragen der Slipeinlagen pflegen. Slipeinlagen, die “Cotton Extract” enthalten, dürfen Sie nicht benutzen. Mögliche feuchte Toilettentücher, die keine pflanzlichen Komponenten enthalten, sind “Premium fresh” von DM.

Bitte beachten Sie: Auch Rasierer, die einen Aloe Vera-Streifen enthalten, dürfen Sie nicht benutzen. Auch hier ist die Auswahl stark eingeschränkt. Sie können den Aloe-Vera-Streifen aber auch abtrennen und den Rasierer dann benutzen.

10. Welches Spülmittel benutze ich ?

Auch Spülmittel enthalten häufig pflanzliche Inhaltsstoffe. Einige Produkte enthalten Aloe Vera, Lavendel, Ylang-Ylang, Patchouli oder Grüntee-Extrakt. Diese dürfen nicht verwendet werden. Spülmittel aus dem Reformhaus können Kräuter und Samenöle enthalten und sollten ebenfalls nicht verwendet werden. Duftstoffe (Aroma) in Spülmitteln sind im Rahmen der Guaifenesintherapie nach Dr. St. Amand in Ordnung, eine Ausnahme bildet hier Aloe Vera. Überprüfen Sie Ihr Spülmittel und verwenden Sie eines ohne Salicylate.

11. Wann ziehe ich Handschuhe bei der Hausarbeit/Gartenarbeit an?

Normale Hausarbeiten wie Obst und Gemüse schälen und schneiden, Obst essen etc. können Sie ohne Handschuhe verrichten. Waschen Sie sich anschließend die Hände.

Eine Ausnahme bildet das Schälen von Südfrüchten wie Orangen, Limetten, Zitronen, Mandarinen und Grapefruit. Ihre Schale enthält ätherische Öle, schälen Sie sie nur mit Gummihandschuhen.
Wenn Sie länger als üblich mit Obst, Gemüse oder Kräutern in Kontakt sind, beispielsweise bei der Gartenarbeit oder beim Einmachen von Obst, sollten Sie immer Gummihandschuhe tragen.
Baumwollhandschuhe sind nicht geeignet, da durch den Stoff Pflanzensäfte in die Hand eindringen können.

Frische Kräuter enthalten verhältnismäßig viele Salicylate, deshalb sollten Sie sie nur mit einer Schere schneiden oder Handschuhe tragen, wenn Sie sie mit einem Messer schneiden.

12. Laufe ich barfuß über Gras?

Sie sollten nicht barfuß über Gras laufen, besondere Vorsicht ist bei feuchtem Gras geboten. Sobald etwas Flecken auf Ihrer Kleidung hinterlassen kann, kann es auch Säfte in Ihre Haut abgeben.

13. Wie pflege ich meine Haustiere/Aquarien?

Wenn Sie ein Haustier haben, überprüfen Sie auch die Pflegeprodukte der Tiere (Shampoo etc.) auf pflanzliche Inhaltsstoffe. Auch beim Reinigen des Aquariums ist Vorsicht geboten. Viele Aufbereiter enthalten Aloe Vera, auch der intensive Kontakt mit Wasserpflanzen sollte vermieden werden. Benutzen Sie wasserfeste Handschuhe.

Der Blockierungstest

Wann sollte ich einen Blockierungstest durchführen?

Wenn Sie alles überprüft haben und keine salicylathaltigen Produkte finden konnten, gibt es die Möglichkeit einen Blockierungstest durchzuführen. Zeigt die Kartierung beispielsweise keine eindeutigen Fortschritte, kann es sinnvoll sein den Blockierungstest zu versuchen. Doch auch wenn eine Kartierung keine Fortschritte zeigt, kann es sein, dass Sie nicht blockiert sind. Dann bearbeitet das Guaifenesin entweder gerade Stellen im Körper, die oberflächlich nicht ertastet werden können und somit auch nicht für den Kartierer fühlbar sind, oder Sie haben Ihre individuelle Dosis noch nicht erreicht.

Durchführung des Blockierungstests

Verdoppeln Sie zunächst für einige Tage Ihre Guaifenesindosis. Wenn die Erhöhung der Dosis eine Verstärkung irgendeines Ihrer Symptome auslöst, liegt keine Blockierung vor. Anschließend können Sie Ihre Dosis wieder senken.

Treten keine Verstärkungen der Symptome ein, kann es sein, dass Sie blockiert sind. Leider ist dies nicht ganz eindeutig, denn wenn Sie schon lange Zeit Guaifenesin nehmen oder sehr hoch dosiert sind, fällt die Reaktion auf die verdoppelte Dosis milder aus, als bei einem Einsteiger. Anwender, die Guaifenesin also schon lange einnehmen, können durch den Blockierungstest keine eindeutige Aussage bekommen. Außerdem müssen diese den Blockierungstest über längere Zeit fortführen, also mehrere Tage.
Die Inhalte dieser Seite basieren auf folgenden Quellen: